Schlagwort-Archive: Umweltkatastrophe

WWF Living Planet Report 2010: Planet im Würgegriff – Menschheit lebt von den Rücklagen der Natur

Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse, dies ist die zentrale Botschaft des „Living Planet Reports 2010″, den der WWF heute vorgestellt hat. Der Bestand von 2.500 ausgewählten Tierarten, die charakteristisch für die unterschiedlichen Land-, Meeres- und Süßwasserökosysteme der Erde sind, ist seit den 70er Jahren im Schnitt um rund 30 Prozent zurückgegangen. In den Tropen ist der natürliche Reichtum sogar noch stärker eingebrochen. Hier gingen die Populationsgrößen um fast 60 Prozent zurück. Der Living Planet Report dokumentiert, dass die Ursache für den Artentod im wachsenden Hunger nach Rohstoffen und natürlichen Ressourcen liegt.

„Um die Nachfrage nach Nahrung, Energieträgern und anderen natürlichen Rohstoffen zu decken, bräuchte man schon jetzt einen zweiten Planeten“, betont Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Der scheinbare Wohlstand in den Ländern mit hohem Einkommen werde mit dem biologischen Reichtum u.a. der Tropen erkauft. Auch Deutschland gehöre zu den ökologischen Schuldnerländern.

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Ungarn: Schutzwälle gegen zweite Giftschlammwelle

Der ungarische Umweltstaatssekretär hält einen weiteren Dammbruch für unausweichlich. Ein neuer Schutzwall soll Kolontar abschirmen, der Ort wurde geräumt.

Knapp eine Woche nach dem Chemieunfall in Ungarn bereitet sich der dortige Katastrophenschutz mit Schutzwällen und einem Damm vor dem am stärksten betroffenen Dorf auf eine zweite Giftschlammlawine vor. Der Damm eines weiteren Deponiebeckens werde unausweichlich brechen, und eine neue Welle werde den Ort Kolontar treffen, sagte Umweltstaatssekretär Zoltan Illes am Sonntag. Die jüngst festgestellten Risse in der Nordwand des Beckens hätten sich nur vorübergehend wegen günstiger Wetterbedingungen nicht vergrößert. Sie würden sich aber unaufhaltsam verbreitern, besonders nachts.

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Giftschlammkatastrophe Ungarn: Schaden wird heruntergespielt

Umweltkatastrophe in Ungarn: Greenpeace-Chemiker entdecken „überraschend hohe Giftwerte“. Aluminiumkonzern fühlt sich „völlig schuldlos“.

 

Giftschlammkatastrophe in Ungarn | Foto: Sándor H. Szabo, AP / derStandard.at

Giftschlammkatastrophe in Ungarn | Foto: Sándor H. Szabo, AP / derStandard.at

 

Von „überraschend“ hohen Giftwerte in Rotschlamm-Proben, die man im ungarischen Ort Kolontar am Tag nach dem katastrophalen Bruch eines Bauxitschlammspeichers entnommen habe, sprachen Vertreter von Greenpeace Österreich heute bei einer Pressekonferenz. Die Proben, die dem österreichischen Umweltbundesamt in Wien und dem Balint-Labor in Budapest übergeben wurden, enthielten außergewöhnlich viel Arsen, nämlich 110 mg/kg, was nach Angaben der Umweltschutzorganisation „das Doppelte der sonst üblichen Konzentrationen in Rotschlamm“ sei. Sowie hohe Quecksilber (1,3 mg/kg Quecksilber) und Chrom-Anteile (660 mg/kg).

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