Schlagwort-Archive: Subventionen

WEITERE 40 MILLIARDEN FÜR DIE HYPO REAL ESTATE

Die Bankenkrise, die Irland in Atem hält, wütet auch in Deutschland weiter, weshalb Staatsgarantien für die HRE auf 142 Milliarden Euro steigen.

Es war ruhig um den Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) geworden. Nur bei dem wenig stressigen Bankenstresstest tauchte der Name mal wieder auf, weil es die einzige Bank aus Deutschland war, die man durchfallen ließ. Dabei wurde eine Kernkapitalquote von 4,7% festgestellt.

Doch nachdem nun der Bankenrettungsfonds Soffin am Freitag erklärte, dass die HRE erneut eine Geldspritze von 40 Milliarden Euro braucht, hat sich eigentlich nur bestätigt, dass die Kriterien des Tests äußerst lasch waren. Nun wird das Garantievolumen, mit dem der Steuerzahler für die inzwischen verstaatlichte Bank einsteht, um 40 Milliarden auf 142 Milliarden Euro erhöht. „Dies ist ein hochkomplexer und mit Blick auf das zu transferierende Volumen wohl einmaliger Vorgang, sein Gelingen bedeutet einen Meilenstein in der Restrukturierung der HRE“, sagte der Soffin-Chef Hannes Rehm.

Weiterlesen

SCHWEIZERISCHE GROSSBANKEN ERHALTEN VERSTECKTE SUBVENTIONEN, UM SICH AN DEN KAPITALMÄRKTEN GÜNSTIGER ZU REFINANZIEREN – EIN RIESIGER WETTBEWERBSVORTEIL

Die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse erhalten 4 bis 6 Milliarden Franken an versteckten Subventionen wegen  faktischer Staatsgarantie – mehr, als die Landwirte vom Bund bekommen.

Die Schweizer Grossbanken als hilfsbedürftige Subventionsbezüger? Schwer zu glauben. Doch die UBS und die CS beziehen von der Öffentlichkeit Milliardenhilfe. Zu diesem Schluss kommen namhafte Ökonomen: Urs Birchler, Professor am Swiss Banking Institute der Universität Zürich, beziffert in seinem für die SP Schweiz verfassten Gutachten die staatliche Hilfe für die Grossbanken auf 4 bis 5 Milliarden. Ökonom Boris Zürcher vom Thinktank Avenir Suisse schätzt die versteckte staatliche Subvention gar auf gegen 6 Milliarden Franken. Die Landwirtschaft wird dagegen vom Bund nur mit rund 3,5 Milliarden Franken pro Jahr unterstützt (davon Direktzahlungen 2,5 Milliarden Franken).

Weiterlesen