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Gold gewinnt, Papiergeldsystem zunehmend unter Betrugsverdacht – Marc Faber garantiert US-Staatsbankrott

Gold und Silber legten gestern einen ordentlichen Sprung nach oben hin, und zwar ohne dass dieser wieder gleich durch einen abstürzenden Dollar vernichtet wurde.
Besonders Silber konnte mit einem Anstieg von 23,40 auf über 24 USD glänzen. Damit hat das ehemalige Währungsmetall seit August von 18 USD weg um immerhin schon ein Drittel zugelegt.

Es werden inzwischen immer mehr Stimmen laut, dass das derzeit vorherrschende Papiergeldwesen auf Betrug basiert. So sagt der WU-Professor Franz Hörmann in einem heutigen „Standard“-Interview mit dem Titel: „Banken erfinden Geld aus der Luft“: „Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird“ . Seiner Ansicht sind die „Banken rund um den Globus pleite“ und er rechnet mit einem ultimativen Crash in absehbarer Zeit. Das Thema stößt auf reges Interesse, alleine heute abend wurden 1900 Postings dazu verfasst.

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LEHREN AUS DER FINANZKRISE

Autor: Rainer Sommer

Verfügt ein Staat über eine eigene Währung, kann das Bankensystem immer gerettet und die Regierungen nie zahlungsunfähig werden

Eine Welt, in der die öffentliche Verschuldung der OECD-Staaten in Friedenszeiten im Schnitt bald 90 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht, die private Verschuldung so hoch ist wie nie zuvor und Banken mit Summen gerettet werden, die überwiegend zweistellige Anteile der jeweiligen Sozialprodukte erreichen, ist historisch offenbar einzigartig.

Folglich fußen auch die Rezepte, die die traditionelle Wirtschaftswissenschaft zur Lösung dieser Probleme bereitstellt, zwangsläufig mehr auf analytischen Theorien als auf empirischen Erfahrungen. Besonders die traditionelle ökonomische Theorie, die zudem die monetären Verhältnisse ausblendet, und für die für den Staat in Hinsicht auf die Haushaltsführung im Grunde dieselben Regeln gelten wie für jedes andere Wirtschaftssubjekt, entspricht dabei offenbar längst nicht mehr den realen Gegebenheiten. Insofern verwundert, warum sie als Ratgeber der Wirtschaftspolitik noch immer nicht ausgedient und von realitätsnäheren Ansätzen wie den „Modern Monetary Economics“ abgelöst wird.

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VIELE STAATEN HABEN WIRTSCHAFTLICH DAS „POINT OF NO RETURN“ ÜBERSCHRITTEN

Als Point of no Return (Punkt ohne Wiederkehr) wird in unterschiedlichen Zusammenhängen der Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs oder Ablaufs bezeichnet, von dem an eine Rückkehr zum Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist.

Betrachtet man das Zahlenmaterial diverser Staaten, so kommt man schnell zu dem Schluss, der Point of no return wurde bereits überschritten. Was heisst das eigentlich? Diese Staaten, allen voran die USA, weisen eine derart hohe Überschuldung auf, die im Normalfall niemals mehr abgetragen bzw. zurück bezahlt werden kann. „Im Normalfall“ heisst, unter den Umständen, die wir als normal bezeichnen. Im Wechselspiel von Einnahmen und Ausgaben.

Man muss sich auch den Staat als Unternehmen vorstellen. Sind die Ausgaben weit höher als die Einnahmen, so kann dies nur eine gewisse Zeit funktionieren. Nämlich solange, als es noch Kreditgeber gibt, welche noch Vertrauen in mögliche Gewinne in absehbarer Zeit haben. Sollten die Kreditgeber dieses Vertrauen verlieren, stoppen sie auch jede weitere Erhöhung der Kredite und fordern die aushaftende Kreditschuld ein. Sollte das Unternehmen nicht zahlen können, wird die Insolvenz, also ein Konkursverfahren, eröffnet. Das Unternehmen gilt dann als nicht mehr liquid, als bankrott.

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