Schlagwort-Archive: Ölreserven

ÖLFIEBER AN DER ARKTIS

Das Ölfieber in der Arktis ist früher als erwartet ausgebrochen.Der britische Ölkonzern Cairn Energy hat in der vergangenen Woche verkündet, dass Öl und Gas im Beaufort-Meer vor der Küste Grönlands gefunden wurden.

Die endgültigen Ergebnisse der Bohrungen werden erst im Oktober von den Briten präsentiert. Dennoch ist bereits jetzt klar, dass es Öl in Grönland gibt. Nur eine Frage stellt sich: Wann wird danach gebohrt?

Anfang der kommenden Woche will das Bureau of Minerals and Petroleum der Grönländer bekanntgeben, welche weiteren Unternehmen den Zuschlag bei der Ausschreibung für die Tiefseebohrungen im Beaufort-Meer bekommen haben. Im kommenden Jahr soll eine weitere Ausschreibung erfolgen. Im Jahr darauf soll die dritte Ausschreibung stattfinden. Die wichtigsten Ölkonzerne mit viel Erfahrung bei der Rohstoffförderung in den nördlichen Breiten stehen Schlange, um die Lizenz zu bekommen: die US-Ölunternehmen ExxonMobil und Chevron, die britische-niederländische Shell und der norwegische Energieriese StatOil.

Mittlerweile kam es im Beaufort-Meer zu Auseinandersetzungen zwischen den Greenpeace-Kämpfern, dem Grenzschutz, der Marine und den dänischen und grönländischen Polizisten (Grönland ist Bestandteil Dänemarks). Das Greenpeace-Schiff „Esperanza“ stach bereits ins See mit dem Ziel Grönland. Zuvor hatte Grönland eine 500-Meter-Sicherheitszone um die Bohrinsel der Cairn Energy eingerichtet.

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FOLGEN VON PEAK OIL

Katastrophale Kettenreaktionen: Das „Dezernat Zukunftsanalyse“ eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor

Wie wird sich die von Industriestaaten dominierte Welt verändern, wie Deutschland, wenn die Ölreserven ausgehen? Über Peak Oil und die Folgen, Kriege über Ressourcen ist schon viel geschrieben worden; der Spiegel, der offensichtlich über Blogs auf die Spur des Papiers geraten ist, hat nun Anfang der Woche auf ein Strategiepapier des „Zentrums für Transformation der Bundeswehr“ hingewiesen, das eigentlich nicht zur Veröffentlichung gedacht war. Die 99-seitige Studie des „Dezernats Zukunftsanalyse“ hat einen eigentümlichen Reiz durch die technokratische Prosa, die versucht, kaum fassbaren dramatischen Veränderungen nüchtern dort Handlungsspielräume abzugewinnen, wo größere Konflikte lauern, die nur angedeutet werden. Zum anderen, wie auch der Spiegel bemerkt, sieht man sich darin bestätigt, wie sehr das Thema Peak Oil „die politische Führung beschäftigt“.

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