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Währungskrieg hat begonnen

Seit Monaten fordern die USA, China müsse seine Währung abwerten, während China versucht, die globale Hegemonie des US-Dollar zu durchbrechen. Es drohen ein Handelskonflikt und ein Währungskrieg. Doch wem geht es wirklich an den Kragen?

Der Hurrikan der Finanzkrise ist noch nicht vorbei, da naht schon der nächste Wirbelsturm, der einer Währungskrise, ja eines Währungskriegs. Zuerst sprach der brasilianische Finanzminister davon, dann der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank am Wochenende in Washington.

Die Lage ist ernst. Die schon seit Jahren auf jeder Tagung der G8-Industrienationen angesprochenen «strukturellen Ungleichgewichte» geraten ausser Kontrolle. Ein weltwirtschaftlicher Umbruch kündigt sich an. Es stellt sich die Frage: Kann der US-Dollar seine Position als Reservewährung halten – und können Welthandel, Finanztransaktio­nen und nicht zuletzt die Verträge über Öllieferungen wie bisher üblich in US-Dollar abgewickelt werden, wenn gleichzeitig die politischen und wirtschaftlichen Eliten der USA aggressiv eine Aufwertung des chinesischen Renminbi Yuan verlangen? Denn das ist spiegelbildlich die Ankündigung einer Abwertung des US-Dollar. Wenn andere Länder dieser Forderung folgen, haben wir einen Währungskrieg wie schon einmal im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise der dreissiger Jahre.

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Die irreversiblen Staatsschulden

Die Ratingagentur Standard & Poor’s sieht die Staatsschulden der Industrieländer explodieren.

Als „unumkehrbare Wahrheit“ bezeichnet die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ein Horrorszenario, wonach vor allem eine alternde Bevölkerung dafür sorgen werde, dass sich angeblich die Verschuldung der Staaten „explosiv“ entwickeln werde. In 49 untersuchten Staaten, so die Studie, werde die mittlere Nettoverschuldung bis 2050 bei 245% der Wirtschaftsleistung liegen. Im Vergleich dazu ging S&P in ihrer Studie vor der Finanzkrise noch von 148% auf.

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IWF: USA und Europa müssen Macht abgeben

Bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds wurde vor allem eines klar: die Industriestaaten müssen Macht zugunsten der Schwellenländer abgeben.

Angeführt von China wurde am Wochenende eine striktere Kontrolle der Wirtschaftspolitik der weiter entwickelten Nationen wie den USA und europäischen Staaten durchgesetzt.

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