Schlagwort-Archive: Galaxie

Astronomen gelang ein Blick mehr als 13 Milliarden Jahre zurück in die kosmische Vergangenheit

Einmal mehr macht das Weltraumteleskop Hubble in Kooperation mit dem auf der Erde stehenden Riesenteleskop der ESO (Europäischen Südsternwarte) einen spektakulären Durchbruch möglich: Die Entdeckung der ältesten je gesichteten Galaxie! Nur 600 Millionen Jahre nach dem Urknall bahnte sich ihr Licht schon durch den Wasserstoffnebel des frühen Universums.

Im Anfang war das Nichts. Alles begann vor ungefähr 13,7 Milliarden Jahren mit dem BigBang, dem mächtigen Urknall, aus dem heraus sich das Universum selbst entfaltete und ausdehnte.

Galaxien während des Zeitalters der Reionisierung im frühen Universum, Bild: ESO/M. Alvarez, R. Kaehler, T. Abel

Galaxien während des Zeitalters der Reionisierung im frühen Universum, Bild: ESO/M. Alvarez, R. Kaehler, T. Abel

Zuerst gab es nur einen ionisierten Feuerball und dann herrschte Dunkelheit, das Licht konnte sich erst nach und nach seinen Weg bahnen. Im Dunkle Zeitalter, wie Astronomen es nennen, kühlte der Weltraum sich ab, es formte sich die erste Materie, die ersten Atome entstanden, die erste Strahlung, die uns bis heute als kosmische Hintergrundstrahlung erreicht. Elektronen und Protonen verbanden sich zu Wasserstoff – alles war zunächst ein dunkles und kaltes Gas, das selbst die ersten Sterne noch umhüllte, die sich durch Verdichtung der Urmaterie allmählich zusammenballten. Ihr Licht, eine intensive ultraviolette Strahlung, lichtete nach und nach den dichten, alles einhüllenden Wasserstoffnebel, machte ihn durch die Aufspaltung der Atome in Elektronen und Protonen zunehmend durchsichtig. Nur zögerlich ward Licht im All.

Interessiert? Bitte hier weiterlesen!

Advertisements

SPIRALGALAXIEN WIE UNSERE MILCHSTRASSE FRESSEN ZWERGGALAXIEN

Heidelberg/ Deutschland – Spiralgalaxien wie unsere Milchstraße wachsen, indem sie sich kleinere Zwerggalaxien einverleiben. Dabei werden die Zwerggalaxien massiv verzerrt, und um die Spiralgalaxie herum entstehen z.B. surreal anmutende Ranken und Sternströme. Nun konnte eine neue Himmelsdurchmusterung solche Verschmelzungsspuren erstmals an Galaxien außerhalb unserer kosmischen Nachbarschaft nachweisen.

Sternströme um die Spiralgalaxie M 63: Überreste einer kleineren Satellitengalaxie, die sich M 63 einverleibt hat. In der Bildmitte ein herkömmliches positives Bild; die äußeren Regionen sind als Bildnegativ gezeigt, damit die schwach leuchtenden Strukturen, nach denen in dieser Durchmusterung gesucht wurde, klarer hervortreten. M 63 ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. | Copyright: R. Jay Gabany (Blackbird Obs.), D. Martínez-Delgado (MPIA und IAC) et al.

Sternströme um die Spiralgalaxie M 63: Überreste einer kleineren Satellitengalaxie, die sich M 63 einverleibt hat. In der Bildmitte ein herkömmliches positives Bild; die äußeren Regionen sind als Bildnegativ gezeigt, damit die schwach leuchtenden Strukturen, nach denen in dieser Durchmusterung gesucht wurde, klarer hervortreten. M 63 ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. | Copyright: R. Jay Gabany (Blackbird Obs.), D. Martínez-Delgado (MPIA und IAC) et al.

Mit dieser Beobachtung der Forschergruppe um David Martínez-Delgado vom „Max-Planck-Institut für Astronomie“ (mpia.de) und dem „Instituto de Astrofísica de Canarias“ ergeben sich neue Möglichkeiten, das heutige Bild von der Entstehung von Spiralgalaxien zu überprüfen. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler aktuell in der Fachneuen „Astronomical Journal“ veröffentlicht.

Galaxien sind von Natur aus Kannibalen: In den gängigen Modellen der Galaxienevolution wachsen sie, indem sie sich andere Sternensysteme einverleiben. Spiralgalaxien wie unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, wachsen, in dem sie kleinere Zwerggalaxien schlucken.

Weiterlesen

KÖNNTE SICH UNSER UNIVERSUM IN EINEM SCHWARZEN LOCH BEFINDEN?

THEORETISCH KÖNNTE ES MÖGLICH SEIN, DASS SICH UNSER UNIVERSUM IN EINEM SCHWARZEN LOCH BEFINDET

Der polnische Wissenschaftler Nikodem Poplawski von der Indiana University verfasste folgenden Beitrag, der in den Physics Letters B erschienen ist.

Darin führt er aus, dass in Schwarzen Löchern möglicherweise andere Universen existieren könnten. Es könnte sogar sein, dass wir mit unserer Galaxie also in einem Schwarzen Loch leben, das gierig weiter Materie in sich hinein frisst. Dann wären die Schwarzen Löcher tatsächlich auch Wurmlöcher, die zu anderen Universen führen könnten, wie auch schon andere Wissenschaftler vermuteten.

Weiterlesen