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Ein Sturz ins monetäre Niemandsland

Bob Chapman, der Herausgeber des „International Forecaster“, beschreibt die wahrscheinlichen Konsequenzen der Geldpolitik in den USA. Zudem zeigt er auf, wer sich auf dem Goldmarkt unter geopolitischem Aspekt gegenübersteht: der Westen vs die BRIC-Staaten. Er sieht eine Zeitenwende kommen, inklusive heftiger Probleme.

Die Frage, die bezüglich der Federal Reserve weiterhin herumwirbelt, ist die, wie viel Papier des  US-Schatzamtes sie nach den derzeit geltenden Regeln vom Markt aufkaufen kann. Unsere Vermutung liegt bei ungefähr 1.7 Billionen US-Dollar. Ein guter Teil davon könnten auch Schatzwechsel sein, was wahrscheinlich langfristig datierte Zinsraten niedrig halten würde. Auf der anderen Seite können sie womöglich das derzeitige Limit anheben und alles kaufen, das sich im Blickfeld befindet. Das hieße wohl, dass die Schatzwechsel mit einer 10-jährigen Laufzeit von ihrem aktuellen Rendite-Niveau bei 2.50% auf 1.5% fielen. Die Hypotheken könnten, wie wir schon des Öfteren zuvor bemerkten, auf 3,38% bei den festverzinslichen Darlehen mit einer 30-jährigen Laufzeit fallen.

Diese Art des temperamentvollen Aufkaufs würde die Masse der anderen Käufer in ausländische Anleihen, Rohstoffe, Gold und Silber sowie zurück in den Aktienmarkt zwingen. Diese Art der Politik bedeutet eine umfangreiche Monetarisierung, höhere Inflation und vielleicht irgendwann Hyperinflation. Unnötig zu sagen, dass dies ein sehr gefährliches Spiel ist. Ein Sturz ins monetäre Niemandsland. Die Liquidität, die im POMO-Markt freigesetzt werden wird, wird enorm sein, und die Lawine wird Anfang nächsten Jahres beginnen, eine Asset-Preisinflation verursachend. Diese Eskapaden werden gleichfalls zur Unterdrückung des Dollar-Werts beitragen.

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Schlimmer als die Große Depression: Lockere Geldmarktpolitik reißt die USA in den Abgrund

Da es der US-Wirtschaft nicht gelang sich zu erholen, so wie es von vielen vorhergesagt wurde, nimmt der Druck auf die Federal Reserve nun weiter zu hier eine Lösung herbeizuzaubern.

In der Tat sieht sich die Federal Reserve aktuell der schwierigsten Entscheidung in ihrer Geschichte gegenüber. Entweder sie verdoppelt ihre vorangegangenen Anstrengungen um Amerikas aus Blasen bestehende Wirtschaft wieder anzufeuern, wodurch sie die Vernichtung des US-Dollars riskiert, oder sie hört damit auf Geld ins System zu pumpen und lässt die Wirtschaft auf ein sich selbst tragendes Niveau absinken. Bedauerlicherweise sind beide Entscheidungen auf Garantie mit wirtschaftlichen Leiden verbunden – aber nur eine Entscheidung wird letzten Endes erfolgreich sein.

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Währungskrieg hat begonnen

Seit Monaten fordern die USA, China müsse seine Währung abwerten, während China versucht, die globale Hegemonie des US-Dollar zu durchbrechen. Es drohen ein Handelskonflikt und ein Währungskrieg. Doch wem geht es wirklich an den Kragen?

Der Hurrikan der Finanzkrise ist noch nicht vorbei, da naht schon der nächste Wirbelsturm, der einer Währungskrise, ja eines Währungskriegs. Zuerst sprach der brasilianische Finanzminister davon, dann der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank am Wochenende in Washington.

Die Lage ist ernst. Die schon seit Jahren auf jeder Tagung der G8-Industrienationen angesprochenen «strukturellen Ungleichgewichte» geraten ausser Kontrolle. Ein weltwirtschaftlicher Umbruch kündigt sich an. Es stellt sich die Frage: Kann der US-Dollar seine Position als Reservewährung halten – und können Welthandel, Finanztransaktio­nen und nicht zuletzt die Verträge über Öllieferungen wie bisher üblich in US-Dollar abgewickelt werden, wenn gleichzeitig die politischen und wirtschaftlichen Eliten der USA aggressiv eine Aufwertung des chinesischen Renminbi Yuan verlangen? Denn das ist spiegelbildlich die Ankündigung einer Abwertung des US-Dollar. Wenn andere Länder dieser Forderung folgen, haben wir einen Währungskrieg wie schon einmal im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise der dreissiger Jahre.

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Die Angst vor einem Währungskrieg steigt

„Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem.“ – Der autistische Währungskurs der USA und die Reaktionen in China, Japan und Europa

Der Klügere gibt nach. Oder ist China gegenüber den massiven Forderungen aus den USA eingeknickt, die dem Reich der Mitte vorwerfen, seine Währung künstlich zu verbilligen, um die Wettbewerbsfähigkeit hoch zu halten? Stets wird den Chinesen vorgehalten, das „Volksgeld“ (Renminbi, die Einheit heißt Yuan) sei etwa 20% unterbewertet. Im derzeitigen US-Wahlkampf wird das Thema populistisch stark aufgebauscht und an sehr gefährlichen Gesetzen gebastelt. Mit Unterstützung der Opposition hat das Repräsentantenhaus der USA in der vergangenen Woche mit klarer Mehrheit (348 zu 79) ein Gesetz verabschiedet, das Handelssanktionen ermöglicht, wenn sich Länder durch „Währungsmanipulationen“ einen unangemessenen Vorteil im Welthandel verschaffen.

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BESCHLEUNIGTER UNTERGANG DER US-WIRTSCHAFT

Als der Dollar zu Beginn dieses Jahres kurz vor dem freien Fall stand, weil die Zentralbanken Chinas und anderer Länder drohten, ihre Bestände an US-Schatzpapieren zu vermindern, starteten die Wall Street und Washington einen koordinierten Angriff auf den Euro – die einzige Währung, die dem Dollar den Rang als Weltreservewährung streitig machen könnte. Infolge dieses Angriffs sahen sich die Regierungen der EU-Länder zu der außergewöhnlichen Maßnahme gezwungen, für die Schulden der schwächsten Mitgliedsländer, besonders Griechenlands, Portugals und Spaniens, zu bürgen. Jetzt, nur sechs Monate später, richtet sich die Aufmerksamkeit erneut auf den Dollar als das eigentliche Problem – die sich abzeichnende Katastrophe der US-Wirtschaft rückt wieder ins Blickfeld.

Wenn sich interessierte Leser genauer mit der Rolle beschäftigen, welche die Wall-Street-Banken – insbesondere die politisch aktiven Banken Goldman Sachs – und die amerikanischen Rating-Agenturen – d.h. S&P, Moody‘s und Fitch – gespielt haben, dann werden sie erkennen, mit welcher Unverfrorenheit diese eine künstliche Krise in der EU inszeniert haben, um den Dollar aus der Schusslinie zu nehmen. Den Politikern in der EU war mehrheitlich überhaupt nicht bewusst, wie ausgeklügelt und rücksichtslos der Angriff geführt wurde, zu viele vertrauten noch immer auf den Mythos eines »freien Marktes« in Amerika. Die amerikanischen Märkte sind strikter zentral kontrolliert als alle anderen, die Märkte im kommunistischen China eingeschlossen. Aber da der Angriff ja scheinbar von privaten Firmen kommt, wird er nicht als koordiniert erkannt. Man sollte jedoch wissen, dass beispielsweise der US-Milliardär Warren Buffet zu den größten Aktionären von Moody’s zählt.

Nun jedoch richtet sich das Augenmerk erneut auf die rasant steigende Verschuldung in den USA: in den ersten zwei Jahren der Regierung Obama ist die Staatsverschuldung von zuvor bereits schwindelerregenden sieben Billionen auf kaum vorstellbare 13 Billionen geradezu explodiert. Die Verkaufszahlen für neue Häuser nach dem Auslaufen der entsprechenden Förderungsprogramme im April dieses Jahres sind erneut eingebrochen. Jetzt erleben wir, wovor gewarnt wurde: die beschleunigte Schrumpfung der US-Wirtschaft. In Obamas Weißem Haus bricht hinter den Kulissen Panik aus, denn aufgrund der riesigen Defizite hat man praktisch keine Handhabe mehr, das Wachstum anzukurbeln. Rapide werden die USA – nicht Griechenland – zum hoffnungslosen Fall.

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