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Ungarn: Schutzwälle gegen zweite Giftschlammwelle

Der ungarische Umweltstaatssekretär hält einen weiteren Dammbruch für unausweichlich. Ein neuer Schutzwall soll Kolontar abschirmen, der Ort wurde geräumt.

Knapp eine Woche nach dem Chemieunfall in Ungarn bereitet sich der dortige Katastrophenschutz mit Schutzwällen und einem Damm vor dem am stärksten betroffenen Dorf auf eine zweite Giftschlammlawine vor. Der Damm eines weiteren Deponiebeckens werde unausweichlich brechen, und eine neue Welle werde den Ort Kolontar treffen, sagte Umweltstaatssekretär Zoltan Illes am Sonntag. Die jüngst festgestellten Risse in der Nordwand des Beckens hätten sich nur vorübergehend wegen günstiger Wetterbedingungen nicht vergrößert. Sie würden sich aber unaufhaltsam verbreitern, besonders nachts.

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Ungarns Katastrophen-Firma machte ihre Besitzer reich

Vor der Umweltkatastrophe brachte der Alukonzern MAL seinen Eigentümern gute Gewinne. Sie gehören zu den reichsten Ungarns.

Am Tag nach dem verheerenden Dammbruch in Ungarn glaubten die Manager der Aluminiumfabrik MAL noch, die Lage unter Kontrolle zu haben. Die Produktion könne sehr bald wieder aufgenommen werden, versicherten sie einem Bergbaumagazin. Die ungarischen Behörden aber sind anderer Meinung. Die Tonerdefabrik des Konzerns Magyar Aluminium in der Stadt Ajka bleibt gesperrt. Weitere Becken mit dem giftigen Rotschlamm gelten als instabil. Deren Dämme müssen jetzt gesichert werden.

Die Firmenleitung ist am fünften Tag nach der Katastrophe untergetaucht.

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