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Ungarn: Schutzwälle gegen zweite Giftschlammwelle

Der ungarische Umweltstaatssekretär hält einen weiteren Dammbruch für unausweichlich. Ein neuer Schutzwall soll Kolontar abschirmen, der Ort wurde geräumt.

Knapp eine Woche nach dem Chemieunfall in Ungarn bereitet sich der dortige Katastrophenschutz mit Schutzwällen und einem Damm vor dem am stärksten betroffenen Dorf auf eine zweite Giftschlammlawine vor. Der Damm eines weiteren Deponiebeckens werde unausweichlich brechen, und eine neue Welle werde den Ort Kolontar treffen, sagte Umweltstaatssekretär Zoltan Illes am Sonntag. Die jüngst festgestellten Risse in der Nordwand des Beckens hätten sich nur vorübergehend wegen günstiger Wetterbedingungen nicht vergrößert. Sie würden sich aber unaufhaltsam verbreitern, besonders nachts.

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Giftschlammkatastrophe Ungarn: Schaden wird heruntergespielt

Umweltkatastrophe in Ungarn: Greenpeace-Chemiker entdecken „überraschend hohe Giftwerte“. Aluminiumkonzern fühlt sich „völlig schuldlos“.

 

Giftschlammkatastrophe in Ungarn | Foto: Sándor H. Szabo, AP / derStandard.at

Giftschlammkatastrophe in Ungarn | Foto: Sándor H. Szabo, AP / derStandard.at

 

Von „überraschend“ hohen Giftwerte in Rotschlamm-Proben, die man im ungarischen Ort Kolontar am Tag nach dem katastrophalen Bruch eines Bauxitschlammspeichers entnommen habe, sprachen Vertreter von Greenpeace Österreich heute bei einer Pressekonferenz. Die Proben, die dem österreichischen Umweltbundesamt in Wien und dem Balint-Labor in Budapest übergeben wurden, enthielten außergewöhnlich viel Arsen, nämlich 110 mg/kg, was nach Angaben der Umweltschutzorganisation „das Doppelte der sonst üblichen Konzentrationen in Rotschlamm“ sei. Sowie hohe Quecksilber (1,3 mg/kg Quecksilber) und Chrom-Anteile (660 mg/kg).

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