Archiv der Kategorie: Energiepolitik – Weg zu alternativen Energieformen

Blitzverhinderung als alternative Energiequelle

Die Natur ist voller Energie, wir leben in einem Überfluss an Energie, der unsere Vorstellungskraft noch immer sprengt. Immer wieder tauchen neue Methoden auf, diesen endlosen Vorrat anzuzapfen.

Brasilianische Forscher stellten auf dem Treffen der American Chemical Society eine solche Idee vor: Panels auf den Hausdächern sollen künftig elektrischen Strom aus jener Energie der Atmosphäre erzeugen, die sich sonst in Blitzen entladen würde. „Elektrizität aus der Atmosphäre kann die alternative Energiequelle der Zukunft sein. Mit ihr können Häuser beleuchtet oder Elektroautos betrieben werden“, so Studienleiter Fernando Galembeck von der Universität Campinas.

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Sonnenwind-Kraftwerk im Weltraum

Nach einem Konzept wären die Satelliten billig und technisch einfach, das Problem bleibt, wie die Energie zur Erde kommen soll.

Vor 50 Jahren überlegte der Physiker Freeman Dyson, dass intelligente Zivilisationen versuchen würden, die Energie, die von der Sonne ihres Planetensystems erzeugt wird, maximal zu nutzen. Er stellte sich vor, dass eine Art Blase oder ein Schwarm von Sonnensegel, das Planetensystem umgeben könnte. Durch eine solche Dyson-Sphäre würde dann nur noch Infrarotstrahlung ausgehen, anhand derer sich dann auch ein Planetensystem entdecken ließe, das von einer intelligenten Zivilisation bewohnt würde.

Zwar wird angesichts der Klimaerwärmung seit einiger Zeit ein wenig realistischer über Geo-Engineering nachgedacht, der Bau von Dyson-Sphären ist bestenfalls Science Fiction. Allerdings gibt es schon länger Überlegungen, wie man die Sonnenenergie aus dem Weltraum als Energiequelle nutzen könnte. Meist ging man davon aus, riesige Sonnensegel zu nutzen, was noch denkbar erscheint. Schwieriger würde denn schon sein, wie man die Energie auf die Erde hinunterbringt. Gedacht wurde beispielsweise daran, den Strom in Mikrowellen umzuwandeln und mit Antennen zu einer Empfangsstation mit riesigen Schirmen auf der Erde zu senden, wo die Mikrowellen wieder in Strom umgewandelt würden.

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Windanlagen verändern lokales Klima

Wenn sich große Windkraftanlagen ausbreiten, könnte dies Folgen für die benachbarte Landwirtschaft haben

Erneuerbare Energien scheinen das Versprechen mit sich zu tragen, dass sie schonender nicht nur für das Klima, sondern auch für die Umwelt sind. Aber sie greifen natürlich auch in die Umwelt ein und verändern sie, wenn großflächig Solar-, Biomasse- oder Windkraftanlagen errichtet werden. Auch sie könnten Auswirkungen haben, die sich als Geo-Engineering bezeichnen ließen.

Große Windfarmen, so eine in Studie von Wissenschaftlern der University of Illinois, verändern auch die lokalen Lufttemperaturen.

Windkraftanlage auf dem Land

Windkraftanlage auf dem Land

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TRANSMUTATION: NEUES VERFAHREN, WIE ATOMMÜLL UNSCHÄDLICH GEMACHT WERDEN KANN

Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Atommüll unschädlich machen wollen. Damit rauben sie Kernkraft-Gegnern viele Argumente.

Die Transmutation ist keine Utopie mehr. Irgendwann wird der Atommüll nicht mehr strahlen, vielleicht schon sehr bald. Foto: DPA

Die Transmutation ist keine Utopie mehr. Irgendwann wird der Atommüll nicht mehr strahlen, vielleicht schon sehr bald. Foto: DPA

Mit einem Lächeln lesen wir heute über die Alchemisten, die zu Beginn der Neuzeit sich anschickten, in die Grundlagen unserer Welt einzugreifen, die aus einem chemischen Element ein anderes herstellen wollten. Ihr Hauptziel: aus unedlen Metallen Gold herstellen. Helfen sollte der Stein der Weisen, doch wurde er nie ge- oder erfunden. Er blieb ein Mythos.

Heute weiß man, warum die Alchemisten im 15. und 16. Jahrhundert trotz ihrer Mörser und Stößel, trotz Retorten, Serpentinen und anderen Gerätschaften, in denen sie es blubbern und zischen ließen, nicht zum Ziel kommen konnten.

Ein Element in ein anderes zu verwandeln, an der Wertigkeit der Urstoffe zu manipulieren war den vom Urknall aufgeladenen Kräften des Kosmos vorbehalten. Der Mensch war zu klein und schwach dafür.

Das änderte sich seit dem Einstieg ins Atomzeitalter. Himmlische Kräfte werden frei im Reaktor, die Atomkerne spalten sich – und herauskommt bei diesem Prozess, der nun schon ein halbes Jahrhundert anhält, nicht nur elektrische Energie, sondern auch das, was mancher als die teuflischsten Elemente ansieht: giftiger, ewig strahlender Atommüll.

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MEHR ALS EIN DRITTEL DES IN DEN USA PRODUZIERTEN GETREIDES FÜR ETHANOLHERSTELLUNG

36 Prozent des in den USA produzierten Getreides wird zur Herstellung von Ethanol verwendet

Nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) wurden im Juni im Schnitt täglich 854.000 Barrel agrarisches Ethanol produziert, nach 846,000 b/d im Mai und nur 686.000 b/d im Juni 2009.

Insgesamt wird von der Renewable Fuels Association, einer Organisation der Ethanolindustrie, eine Jahresproduktion von 12,87 Mrd. Gallonen erwartet, wofür in den Jahren 2010/2011 rund 36 Prozent des in den USA produzierten Getreides verwendet wird. Bis Juli wurden davon 182,7 Millionen Gallonen exportiert, wovon im Juli 42 Prozent nach Kanada gingen. Rund ein Drittel des Umsatzes machte die Industrie dabei mit dem als Futtermittel verkauften Nebenprodukt DDGS (Dried Distillers Grains with Solubles), von dem 28 Prozent exportiert wurden, 40 % davon nach China.

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ÖLFIEBER AN DER ARKTIS

Das Ölfieber in der Arktis ist früher als erwartet ausgebrochen.Der britische Ölkonzern Cairn Energy hat in der vergangenen Woche verkündet, dass Öl und Gas im Beaufort-Meer vor der Küste Grönlands gefunden wurden.

Die endgültigen Ergebnisse der Bohrungen werden erst im Oktober von den Briten präsentiert. Dennoch ist bereits jetzt klar, dass es Öl in Grönland gibt. Nur eine Frage stellt sich: Wann wird danach gebohrt?

Anfang der kommenden Woche will das Bureau of Minerals and Petroleum der Grönländer bekanntgeben, welche weiteren Unternehmen den Zuschlag bei der Ausschreibung für die Tiefseebohrungen im Beaufort-Meer bekommen haben. Im kommenden Jahr soll eine weitere Ausschreibung erfolgen. Im Jahr darauf soll die dritte Ausschreibung stattfinden. Die wichtigsten Ölkonzerne mit viel Erfahrung bei der Rohstoffförderung in den nördlichen Breiten stehen Schlange, um die Lizenz zu bekommen: die US-Ölunternehmen ExxonMobil und Chevron, die britische-niederländische Shell und der norwegische Energieriese StatOil.

Mittlerweile kam es im Beaufort-Meer zu Auseinandersetzungen zwischen den Greenpeace-Kämpfern, dem Grenzschutz, der Marine und den dänischen und grönländischen Polizisten (Grönland ist Bestandteil Dänemarks). Das Greenpeace-Schiff „Esperanza“ stach bereits ins See mit dem Ziel Grönland. Zuvor hatte Grönland eine 500-Meter-Sicherheitszone um die Bohrinsel der Cairn Energy eingerichtet.

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NUN KÜRZT AUCH FRANKREICH DIE VERGÜTUNGEN FÜR SOLARSTROM

Auch die französische Regierung kürzt nach Deutschland und Spanien nun die Vergütungen für Solarstrom. Dennoch bleibt der Markt im Nachbarland attraktiv – auch für deutsche Firmen

Bisher lebten die französischen Solarstromproduzenten wie Gott in Frankreich: Um den erneuerbaren Strom zu fördern, gab es hohe Vergütungssätze. Auch nach der dritten Kürzung in Folge, die Anfang der Woche in Kraft trat, liegen die Sätze noch um einiges höher als in Deutschland. Insgesamt werden die Einspeisevergütungen um 12 Prozent gesenkt. Das betrifft allerdings nur gewerbliche Solarstromproduzenten. Ausgenommen sind private Haushalte, die sich Solarpanele bis zu 30 Quadratmeter installieren.

„Die neue Absenkung der Tarife hat uns nicht sehr geschockt“, erklärt Vael Elamine von der Gewerkschaft für die Erneuerbare-Energien-Branche. Es sei aber unverantwortlich, dass die neuen Tarife erst eine Woche vorher bekannt gegeben wurden, kritisiert der Solarstromexperte der Gewerkschaft. Pleiten von kleineren Solarunternehmen seien deshalb nicht auszuschließen. Immerhin kürzte die Regierung die Tarife seit letztem Jahr schon um insgesamt 40 Prozent. „Langsam wird es auch für die französische Solarwirtschaft kritisch“, meint Elamine. Er hofft, dass es erst einmal bei den aktuellen Kürzungen bleibt.

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FOLGEN VON PEAK OIL

Katastrophale Kettenreaktionen: Das „Dezernat Zukunftsanalyse“ eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor

Wie wird sich die von Industriestaaten dominierte Welt verändern, wie Deutschland, wenn die Ölreserven ausgehen? Über Peak Oil und die Folgen, Kriege über Ressourcen ist schon viel geschrieben worden; der Spiegel, der offensichtlich über Blogs auf die Spur des Papiers geraten ist, hat nun Anfang der Woche auf ein Strategiepapier des „Zentrums für Transformation der Bundeswehr“ hingewiesen, das eigentlich nicht zur Veröffentlichung gedacht war. Die 99-seitige Studie des „Dezernats Zukunftsanalyse“ hat einen eigentümlichen Reiz durch die technokratische Prosa, die versucht, kaum fassbaren dramatischen Veränderungen nüchtern dort Handlungsspielräume abzugewinnen, wo größere Konflikte lauern, die nur angedeutet werden. Zum anderen, wie auch der Spiegel bemerkt, sieht man sich darin bestätigt, wie sehr das Thema Peak Oil „die politische Führung beschäftigt“.

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ABIOTISCHES ERDÖL IN UNMENGEN VORHANDEN

Könnten Sie sich vorstellen, dass man uns einen riesigen Bären aufgebunden hat und dass der Stoff, aus dem die Träume aller kriegführenden Politiker sind, in Wirklichkeit alles andere als rar ist? Mit der Ölpest im Golf von Mexiko sprudeln auch die Theorien vom „abiotischen“ Erdöl erneut an die Oberfläche. Sollten Sie noch ein paar Argumente brauchen – hier sind sie. Sehen Sie milde auf etwaige Stilblüten – wir waren noch jung und mussten handeln.

Eins ist klar: Öl bestimmt die Weltpolitik. Ohne Öl läuft in unseren Gesellschaften nichts, aber auch gar nichts. Wir fahren unsere Autos damit, heizen unsere Häuser, machen Plastik daraus und eine Menge anderer nützlicher Dinge. Und es ist teuer – Tendenz steigend. Deshalb müssen wir sparsam damit umgehen, das weiß jedes Kind. Denn es geht rapide zur Neige, richtig?

Nun – nein, vielleicht auch nicht. Könnten Sie sich vorstellen, dass man uns einen riesigen Bären aufgebunden hat und dass der Stoff, aus dem die Träume aller kriegführenden Politiker sind, in Wirklichkeit alles andere als rar ist? Dass er nach wie vor in Unmengen vorhanden ist, sich möglicherweise in der gleichen Geschwindigkeit reproduziert, in der wir ihn verbrauchen, und dass alles, was man uns über seine Entstehung erzählt hat, nur eine weitere Lüge ist?

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ALTE AKW’s KÖNNEN ABGESCHALTET WERDEN – LAUT GREENPEACE DROHT KEIN ENGPASS

Die Stromversorger sind aufgebracht: Die Politik möchte sie mit der Brennelementesteuer nun endlich mal an den horrenden Kosten beteiligen, welche die Atomkraft für die Gesellschaft verursacht. Sie drohen: Kommt die Steuer, schalten sie alle alten Atomkraftwerke sofort ab.

Das sollen sie mal ruhig machen. Sie können ihre Ankündigung umsetzen und die acht ältesten deutschen Atomkraftwerke sofort stilllegen, ohne dass dies zu Engpässen in der Stromversorgung in Deutschland führt. Dies belegt eine neue Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace, der zufolge die sieben Alt-AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser, sowie der Pannenreaktor Krümmel aktuell nur noch zu 5,4 Prozent zur deutschen Stromversorgung beitragen. Die übrigen neun Atommeiler könnten bis zum Jahr 2015 abgeschaltet werden. Das zeigt das vom Aachener Institut EUtech für Greenpeace berechnete Energie-Szenario Plan B 2050.

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GREENPEACE KLAGT FÜR VERÖFFENTLICHUNG DES LÄNGST FÄLLIGEN ENERGIESICHERHEITSBERICHTS

Weil das Wirtschaftsministerium den Bericht zur Energiesicherheit, der möglicherweise die Atomenergie als überflüssig einschätzt, unter Verschluss hält, zieht Greenpeace vor Gericht

Die Energiekonzerne sind mit ein paar Helfern angetreten und scheinen es wieder einmal geschafft zu haben, die windelweiche Bundeskanzlerin mit ihrer irrlichternden schwarz-gelben Mannschaft zurechtzuweisen. Ein Energiekonzept hatte man nicht, betrachtete gleichwohl die Atomenergie als alternativenlose Brückentechnologie, weswegen die Laufzeiten der Kraftwerke verlängert werden müssten – je nach Nähe zur Atomlobby, desto länger. Und weil dann die Gewinne bei den Energiekonzernen sprudeln, für die Atomenergie so billig ist, weil sie mit Zigmilliarden Steuergeldern finanziert wurden und die Endlagerung keine große Rolle spielt – Greenpeace geht in einem Bericht von 165 Milliarden Euro an staatlichen Subventionen seit 1950 und von künftigen Ausgaben von 92,5 Milliarden aus -, dachte man sich, dass man für das eilfertige Geschenk doch auch ein wenig für das Haushaltsdefizit von den Konzernen mit deren Verständnis abzweigen könnte.

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