NEUER KINOFILM ÜBER LICHTNAHRUNG: AM ANFANG WAR DAS LICHT

Am Anfang war das Licht: Ein Kinofilm über Lichtnahrung

Trailer zum Kinofilm: Am Anfang war das Licht

Es ist erstaunlich, was dieser Tage möglich ist: Ein Kinofilm, der dem Phänomen Lichtnahrung unvoreingenommen und sachlich auf den Grund geht, wäre vor ein paar Jahren wohl kaum denkbar gewesen. Der Produzent der erfolgreichen Dokumentationen „We feed the World“ und „Let’s Make Money“ legt mit „Am Anfang war das Licht“ eine Dokumentation vor, die für hitzige Debatten sorgen dürfte. Nächste Woche startet der Film in Österreich – und die Österreichische Filmbewertungskommission hat dem Film schon mal die höchste Auszeichnung verliehen, die sie zu vergeben hat- Prädikat: Besonders wertvoll!

Kinofilm: Am Anfang war das Licht

Kinofilm: Am Anfang war das Licht

Lichtnahrung: Eine lange Geschichte der Skepsis

Gibt es Menschen, die ohne Nahrung leben? Ist das Schwindel? Esoterik-Unsinn? Oder Tatsache? Seit Jahren scheiden sich am Phänomen Lichtnahrung die Geister.

Skeptische Überprüfungen von Menschen, die behaupten, ohne Essen oder sogar ohne Trinken leben zu können, gibt es, seit es solche Behauptungen gibt. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen darüber finden sich im chinesischen Altertum. Im Zeitalter der „Streitenden Reiche“ ließen chinesische Kaiser Qigong-Meister, die Jahre und Jahrzehnte ohne Essen und Trinken meditierten, in hölzernen Zellen einsperren, um den Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte zu überprüfen. „Bigu“, die chinesische Bezeichnung für die Kunst, ohne physische Nahrung zu leben, ist seither ein fixer Begriff im medizinischen Qigong.

In unseren Breitengraden hat etwa der bayrische König Ludwig von Bayern eine Überprüfung der „Wassertrinkerin von Frasdorf“ Maria Furtner in Auftrag gegeben, die 50 Jahre nur von klarem Wasser gelebt haben soll. Nach einem „Arrest“ im Münchner Allgemeinen Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht wurde ihr im Bulletin der königlichen Akademie der Wissenschaft bestätigt, dass kein Grund für „Betrug, Prahlerei oder Täuschung“ anzunehmen sei.

Für viel mehr Aufsehen sorgte in den 1920er Jahren der Fall der Theres Neumann (Konnersreuth, D), die während ihrer zweiwöchigen Kontrolle auch kein Wasser zu sich nahm. In jüngerer Zeit haben nun Personen wie Jasmuheen, Dr. Michael Werner, Prahlad Jani und Tian Ying mit der Behauptung für Aufsehen gesorgt, sie würden ohne Nahrung leben. Ein medizinisch anerkannter Beweis ist noch keinem von ihnen gelungen – trotzdem verfechten sie ihre Idee vehement.

Besonders umstritten ist sicherlich die Australierin Jasmuheen, Autorin des Buches „The Prana Program“, das eine Anleitung für den 21-Tages-Prozess der Umstellung auf Lichtnahrung darstellt. Spektakuläre Todesfälle im Zusammenhang mit dem von ihr beschriebenen „21-Tage Lichtnahrungs-Prozess“ haben ihr viel Kritik aber auch große Medienpräsenz verschafft.

Für den Regisseur P. A. Straubinger war eine TV-Dokumentation über Niklaus von Flüe, von dem historische Quellen berichten, dass er ohne Essen und Trinken lebte, der Ausschlag, einer Frage auf den Grund zu gehen, die ihn jahrelang beschäftigte: Wie ist so etwas möglich?

Eine Antwort findet auch sein Film nicht, Skeptiker und Verfechter der Idee liefern die unterschiedlichsten Argumente für oder gegen das Phänomen, so dass es am Ende dem Zuschauer überlassen bleibt, was er oder sie nun glauben möchte.

Lichtnahrung: Schwindel oder Revolution der Wissenschaft?

Die spannende Frage für den Regisseur war vor allem, was das Phänomen Lichtnahrung für unser Weltbild bedeutet:

„Also wenn es dieses Phänomen tatsächlich gibt, und ich bin mittlerweile überzeugt davon, dann stellt es das klassische naturwissenschaftliche Weltbild in Frage. Die spannende Sache an diesem Phänomen ist, dass unglaublich plakativ gezeigt wird, dass unser klassisches, mechanistisches, naturwissenschaftliches Weltbild unvollständig ist.“

Es geht also nicht darum, mit dem Essen aufzuhören, sondern vor allem darum, ein neues Denken zuzulassen, Gerade für die Wissenschaft kein einfaches Unterfangen. So berichtet Dr. med. Sudhir Shah, der den Inder Prahlad Jani 15 Tage untersuchte von den Schwierigkeiten, den eigenen Forschungsergebnissen zu glauben:

„Wir sind alle wissenschaftlich ausgebildete, forschungsorientierte Ärzte und wir kratzten uns nur noch am Kopf. Es war die größte Überraschung unseres bisherigen Lebens… Es ist eine Bombe. Die ganze Wissenschaft muss neu geschrieben werden, unser ganzes Wissen ist erschüttert.“

Das Wissen muss vielleicht doch nicht ganz neu geschrieben werden – nur altes Wissen integriert, meint hingegen P. A. Straubinger, der jahrelang für den Film recherchiert hat.

„In den östlichen Traditionen gibt es dafür Erklärungsmodelle. In der Ayurveda-Medizin oder im medizinischen Qigong wissen sie seit Tausenden von Jahren, dass es dieses Phänomen gibt. Die wissen, Energie über Nahrung aufzunehmen, ist ein Weg. Aber es gibt auch die Möglichkeit das Prana, wie die Inder sagen, oder des Qi, wie die Chinesen sagen, über die Haut oder über die Atmung aufzunehmen. In den Yoga-Sutren des Patanjali ist schon vor 2000 Jahren beschrieben worden, wie das funktioniert. Dasselbe gilt für das medizinische Qigong.“

In der abendländischen Wissenschaft gibt es bisher kaum einen Erklärungsansatz für solche Phänomene.

„Die klassische Medizin und die Biologie sind da noch relativ weit hinten, die Physik schon einen Schritt weiter. Warum lebt der Mensch? Woher nimmt er die Energie? Wenn sich Physiker mit solchen Fragen auseinandersetzen, dann kommen die auf ganz andere Antworten. Fritz Albert Popp vom Internationalen Institut für Biophysik sagt zum Beispiel, wir werden nicht durch die Stoffe genährt, also durch die Moleküle, sondern die Nahrung speichert die Information der Sonne.“

Antrieb Neugier

Sein eigenes Weltbild wurde durch seine Forschungen jedenfalls erheblich erweitert:

„Als ich das erste Mal auf dieses Thema gestoßen bin, war ich noch überzeugter Agnostiker mit einem geschlossen mechanistisch-materialistischem Weltbild. Später habe ich mich dann ein bisschen mit Yoga und Meditation beschäftigt und dabei den Meditationslehrer kennen gelernt, den man auch im Film sieht. Und der hat mir, das war im Jahr 2000, sehr authentisch vermittelt, dass er seit über einem Jahr nichts isst und nur Wasser trinkt. Ich habe damals keinen Grund gesehen, warum er mich anlügen sollte. Aber ja, gleichzeitig ist da natürlich alles, was man in der Schule lernt…“

Eine nagende Neugierde lässt ihn jahrelang nicht los:

„Wenn es dieses Phänomen tatsächlich gibt, wieso beschäftigt sich die Wissenschaft nicht damit? Wieso steht das nicht in allen Zeitungen? Die naheliegende Antwort ist natürlich: Das ist alles Blödsinn, das sind ein paar esoterische Spinner, vergessen wir das wieder. Aber eben durch diesen persönlichen Kontakt gab es eine andere Triebkraft. Ich habe dann begonnen, mich privat damit zu beschäftigen.“

Lichtnahrung könnte gerade deshalb ein Antrieb sein, unser Weltmodell zu erweitern, weil kaum ein Phänomen so drastisch an unseren Glaubenssätzen und dem materialistischen Weltbild rüttelt, meint Straubinger:

„Ich bin überzeugt, dass solche Phänomene eine größere Rolle spielen werden, weil sich die Wissenschaft generell immer nur an den Grenzen erweitern kann. Irgendwann muss man die Fakten akzeptieren und wenn ich die Fakten akzeptiere, dann muss ich Erklärungsmodelle suchen. Das wird passieren. Wissenschaft entwickelt sich weiter und in 20 oder 30 Jahren wird die Sache völlig anders ausschauen.“

Wenn nicht, steckt sie wohlmöglich ein einer Sackgasse, meint auch Prof. Brian Josephson, Nobelpreisträger für Physik:

„Ich glaube, die Physik befindet sich in einer Sackgasse, solange sie geistige Effekte ignoriert. Es ist ein trauriges Faktum, dass gewisse Forschungsfelder – Telekinese oder Telepathie sind nur Beispiele – von der Wissenschaft als Täuschung oder Schwachsinn abgetan werden. Sobald das aber geschieht, können auch sämtliche Beweise, die kein Schwachsinn sind, nicht mehr veröffentlicht werden, und deshalb glauben die Menschen weiterhin, dass alles Täuschung ist.“

Noch lange keine Tatsache

Mittlerweile gibt es nun auch einige relativ gut untersuchte Fälle – wie eben den von Prahlad Jani, der auch nach 15 Tagen ohne Nahrung und Wasser völlig normale Harn- und Blutzuckerwerte aufwies und keinerlei Ketone im Blut hatte – der wichtigste Hinweis darauf, dass kein Fasten-Stoffwechsel stattfand.

Für die meisten Wissenschaftler bleibt Lichtnahrung dennoch Unsinn, einen Beweis in wissenschaftlichem Sinne gibt es bisher nicht. Alle bisher klinisch untersuchten Fälle sind hoch umstritten:

„Es gibt keine einzige nachweisbare Studie, die zeigt, dass man über zwei Monate hinaus Energiereserven anlegen kann. Das würde alles auf den Kopf stellen. Wenn so etwas prinzipiell möglich wäre – egal ob bei einem oder hunderttausend – dann würde das einiges auf den Kopf stellen und die Naturwissenschaft müsste ihre Denkweise überprüfen“, meint Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl, Ernährungsphysiologe and der Medizinischen Universität in Wien. Vorstellen kann es sich fast keiner, denn es widerspricht schlicht allem, was wir derzeit zu wissen glauben.

Auch der Regisseur warnt jedoch auch davor, gerade die medienwirksamen Phänomene allzu unkritisch zu glauben:

„Es ist überhaupt keine Frage, dass es in diesem Bereich viel Betrug und wahrscheinlich noch mehr Selbstbetrug gibt. Die Leute, die interessiert daran sind, sich nach außen hin mitzuteilen, sind generell mit Vorsicht zu genießen. Bei Am Anfang war das Licht geht es definitiv nicht darum, Lichtnahrung zu propagieren oder jemandem zu sagen, er soll nichts oder weniger essen.“

Ein Film rechtzeitig zum Paradigmenwechsel

Ein Film wie „Am Anfang war das Licht“ wäre vor noch wenigen Jahren nicht zu finanzieren gewesen – und als esoterischer Unfug in den Schubladen der Produzenten verschwunden. Offenbar sieht es mittlerweile anders aus.

„Ich bin überzeugt, vor 20 oder 30 Jahren hätte das nicht funktioniert. Mittlerweile ist den Menschen einfach klar, dass es mehr gibt, als uns die klassische Naturwissenschaft weismachen will“, meint der Regisseur.

Und so kommt die Welt nun in den Genuss dieser bunten Reise zu Yogis und Quantenphysikern, zu Fastenärzten und Schulmedizinern, zu Psychiatern und Bewusstseinsforschern, zu Qigong-Meistern, Hausfrauen und Lebenskünstlern – also gleichermaßen zu Wissenschaftlern und zu Esoterikern quer über den ganzen Erdball.

Eine Antwort oder einen Beweis kann und will der Film nicht liefern. Er möchte vor allem Denkmuster aufbrechen, einen Blick in eine mögliche andere Realität wagen. Damit kommt er rechtzeitig zu einem Paradigmenwechsel, der uns gerade in fast allen Wissenschaftsdisziplinen bevorsteht.

Dr. Jakob Bösch, Psychiater in Basel, fast diesen folgendermaßen zusammen: „Das, was wir Geist nennen, hat die Kraft, das Potenzial, das, was wir Materie nennen, zu steuern und auch zu schützen.“

Deutscher Filmstart ist der 28. Oktober 2010

Webseite zum Film

Am Anfang war das Licht

Trailer

Kinofilm: Am Anfang war das Licht

Quelle: sein

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Eine Antwort zu “NEUER KINOFILM ÜBER LICHTNAHRUNG: AM ANFANG WAR DAS LICHT

  1. Ich finde den Film sehr gut gemacht, weil er auch die kritischen Stimmen zu Wort kommen läßt. Es fällt schwer, eine Sache ergebnisoffen anzugehen. Zu groß ist die Versuchung, seine Lieblingsvorstellung bestätigt zu sehen.

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