STURM VERSETZT NEW YORK IN AUSNAHMEZUSTAND

New York im kurzzeitigen Ausnahmezustand: Für Meteorologen völlig überraschend hat ein schwerer Sturm in der Metropole gewütet und mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Trucks wurden umgeweht, der Flughafen gesperrt, Züge hatten Verspätung. Für Staten Island wurde sogar eine Tornadowarnung ausgerufen.

New York – „Er kam praktisch aus dem Nichts“, sagte ein Meteorologe im Radio über den Sturm, der New York mitten im dichtesten Berufsverkehr überraschte. Auf den Straßen der Metropole ging über Stunden nichts mehr, die Flughäfen stellten den Betrieb ein, und selbst die Eisenbahnen klagten über Ausfälle und stundenlange Verspätungen. Lediglich die U-Bahnen fuhren, waren aber völlig überfüllt.

Ein Mensch kam nach Polizeiangaben ums Leben: Eine 30-jährige Frau wurde in ihrem Auto von einem Baum erschlagen. „Aber es können noch mehr sein. Wir müssen uns ein Bild verschaffen“, sagte ein Sprecher zur Anzahl möglicher Toten.

Mehr als 30.000 Bewohner waren nach Angaben des Energieversorgers Con Edison vorübergehend ohne Strom, die meisten davon in Queens und Staten Island. Das Unwetter ging mit gewaltigen Niederschlägen und Gewittern einher.

Auf einer Schnellstraße am Kennedy-Flughafen wurden nicht nur Dutzende Bäume abgeknickt. Der Sturm wehte auch drei große Trucks um. Zwei blockierten eine Spur. Der dritte wurde über die Betonbegrenzung in der Mitte geweht, fegte einen Laternenmast weg und blockierte eine andere Spur.

Unklar ist noch, ob es ein Tornado war

Für Staten Island wurde sogar kurzzeitig eine für New York sehr seltene Tornadowarnung ausgerufen. „Der Sturm wütete mit 80 Meilen (knapp 130 Kilometer) in der Stunde und er hat sich dabei gedreht. Ob das nun technisch gesehen ein Tornado war, müssen die Experten entscheiden“, sagte ein Polizeisprecher. Er rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben und den Notruf 911 nur zu wählen, wenn Menschen verletzt wurden. „Ansonsten bekommen Polizei und Feuerwehr die Lage nicht in den Griff.“

Die mexikanische Regierung hat indes eine Hurrikanwarnung für die Golfküste herausgegeben. Das amerikanische Hurrikanzentrum in Miami erklärte, Wirbelsturm „Karl“ habe am Donnerstag Hurrikanstärke erreicht und könnte bis zu seinem Auftreffen auf Land Windgeschwindigkeiten bis 175 Kilometer pro Stunde erreichen.

„Karl“ könnte nach Einschätzung der Meteorologen zwischen der Stadt Veracruz und Poza Rica auf Land treffen. Die Behörden in der Region bereiteten Notunterkünfte vor. Die Bewohner begannen damit, ihre Fenster mit Brettern zu vernageln und holten ihre Boote aus dem Wasser.

Quelle: Der Spiegel

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