JUPITER MOMENTAN BESONDERS ERDNAH

Manchen dürfte er schon aufgefallen sein, der helle Planet, der derzeit die ganze Nacht über am Himmel zu sehen ist. Es handelt sich um den Gasriesen Jupiter, der in der kommenden Woche seine Oppositionsstellung zur Sonne erreicht. In diesem Jahr ist er der Erde dabei besonders nahe. Direkt neben Jupiter ist zudem noch ein anderer Planet auszumachen.

Jupiter, hier eine Aufnahme von Voyager 1, ist in diesen Tagen besonders gut am Himmel zu sehen. Foto: NASA / JPL

Jupiter, hier eine Aufnahme von Voyager 1, ist in diesen Tagen besonders gut am Himmel zu sehen. Foto: NASA / JPL

Steht ein Planet in Opposition zur Sonne bricht für Freunde nächtlicher Exkursionen am Nachthimmel immer eine besondere Zeit an: Bei einer Oppositionsstellung liegen Sonne, Erde und Planet praktisch auf einer Linie. Der Planet erscheint damit am hellsten und ist die gesamte Nacht über am Himmel zu beobachten. Zum ungefähr gleichen Zeitpunkt erreicht der Planet auch den geringsten Abstand von der Erde. Dieser fällt wegen der elliptischen Umlaufbahnen der Planeten nicht exakt mit der Oppositionsstellung zusammen, was aber in der Praxis kaum etwas ausmacht.

Der Gasriese Jupiter erreicht am 21. September seine Oppositionsstellung und am Abend des 20. Septembers seinen geringsten Abstand zur Erde. Mit einer Helligkeit von -2,9 Magnituden ist er – mit Ausnahme von Mond und der schon früh untergehenden Venus – das mit Abstand auffälligste und hellste Objekt am nächtlichen Himmel. Wegen der elliptischen Umlaufbahnen von Jupiter und Erde unterscheidet sich der Abstand zwischen beiden Planeten von Opposition zu Opposition. In diesem Jahr ist der Abstand mit 591 Millionen Kilometern besonders gering – erst 2022 werden sich Erde und Jupiter wieder so nahe sein.

Jupiter befindet sich zur Zeit im Sternbild Fische und ist nach Einbruch der Dunkelheit im Südosten auszumachen. Wer über ein kleines Teleskop verfügt – und es reichen schon einfache Kaufhausteleskope – kann bereits einige Details des Jupitersystems erkennen. So sind die Wolkenbänder des Gasriesen genauso auszumachen wie die vier größten Jupitermonde. Und wer Glück hat, kann sogar den Großen Roten Fleck, einen gewaltigen Sturm von doppelter Erdgröße, sehen.

Am gleichen Tag wie Jupiter erreicht übrigens auch der Planet Uranus seine Oppositionsstellung zur Sonne und wird am Himmel weniger als ein Grad von Jupiter entfernt zu sehen sein. Er ist allerdings deutlich leuchtschwächer, so dass er nur mit Glück mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Uranus ist zur Oppositionsstellung 2,856 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und hat eine Helligkeit von 5,7 Magnituden.

Quelle: astronews

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