NEUSEELAND VON ZWEI ERDBEBEN UND FLUGZEUGABSTURZ ERSCHÜTTERT

Nach einem Erdbeben der Stärke 7 haben die Behörden in Neuseelands Christchurch den Notstand ausgerufen. Kurz danach kam es in der Nähe der zweitgrössten Stadt des Landes zur nächsten Tragödie.

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,1 hat am frühen Samstagmorgen Neuseeland erschüttert und auf der Südinsel schwere Schäden verursacht. In der Stadt Christchurch stürzten Häuser ein, das Mobilfunknetz brach zusammen, Strassen waren blockiert, die Gas- und Wasserversorgung war unterbrochen. Es wurden aber nur zwei Menschen schwerer verletzt, wie Krankenhausmitarbeiter erklärten. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben.

Wenige Stunden später kam es auf der Südinsel zum nächsten Unglück: Bei einem Flugzeugabsturz auf der Südinsel Neuseelands in der nähe von Christchurch kamen neun Menschen ums Leben . Die verunglückte Maschine gehörte einer Firma, die Fallschirmsprünge organisierte. Bei den Toten handelte es sich um den Piloten und acht Passagiere, wie Polizeisprecherin Allyson Ealam mitteilte. Die Opfer seien Neuseeländer, aber auch vier Touristen aus Deutschland, Irland, England und Australien.

Der Unglücksort Fox Glacier liegt an der Westküste der Südinsel rund 150 Kilometer von Christchurch entfernt.

Plünderungen in der Stadt

Derweil berichtete die Polizei von Plünderungen in Christchurch. Es sei nicht sicher, in der Stadt unterwegs zu sein, sagte der Polizist Mike Coleman im Rundfunk. Bürgermeister Bob Parker sprach von erheblichen Schäden in verschiedenen Teilen der Stadt. Die Strom-, Gas- und Wasserversorgung sei unterbrochen. Der Internationale Flughafen von Christchurch wurde sicherheitshalber geschlossen.

Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des staatlichen neuseeländischen Geologischen Dienstes GNS Sciences rund 30 Kilometer westlich von Christchurch in zehn Kilometern Tiefe. Zuerst war von einem Beben der Stärke 7,4 die Rede, das wurde aber nach einer genaueren Analyse der Daten nach unten korrigiert. Die US-Erdbebenwarte sprach von einem Beben der Stärke 7.

Tausende Menschen seien von dem Erdstoss am frühen Samstagmorgen (04.35 Uhr Ortszeit, 18.35 Uhr MESZ) aus dem Schlaf gerissen worden, berichtete der neuseeländische Rundfunk. Eine Augenzeugin sagte der Nachrichtenagentur AP, mindestens fünf Gebäude in der Innenstadt seien eingestürzt, viele Strassen seien mit Trümmern übersät. Etliche Menschen hätten sich aus Angst vor einem Tsunami in Sicherheit gebracht, sagte Angela Morgan. Berichten zufolge waren Menschen in beschädigten Häusern eingeschlossen.

Notstand ausgerufen

Der Bürgermeister von Christchurch, Bob Parker, rief vier Stunden nach dem Beben den Notstand aus. Er warnte, Nachbeben könnten dazu führen, dass Teile von beschädigten Gebäuden einstürzten. Einige Gebäude der 400’000 Einwohner zählenden Stadt wurden auch gesperrt, weil ihr Betreten zu unsicher erschien. Soldaten wurden in Alarmbereitschaft versetzt, um im Notfall helfen zu können.

Quelle: Basler Zeitung

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