CHEMISCH BELASTETE KASSENZETTEL IN DEN SUPERMÄRKTEN SIND EINE GEFAHR FÜR DIE GESUNDHEIT

Kassenzettel gehören zum Alltag wie das Einkaufen selbst. Doch laut einer aktuellen Studie sind sie nicht unproblematisch: Sie enthalten die Chemikalie Bisphenol A (BPA), und die wirkt im menschlichen Körper wie ein Hormon. Eine Untersuchung brachte heraus, das Kassenbons bis zu 1,5 Prozent BPA enthalten.

Es befindet sich vor allem in der thermosensiblen Oberfläche, wo sein Anteil sogar bis zu 20 Prozent betragen kann. Immerhin: Kassenzettel von Rewe sind unbelastet, das Unternehmen hat vor einem halben Jahr auf BPA-freie Bons umgestellt. Andere Handelsketten wollen nun diesem Beispiel folgen.

Bisphenol A wird schon länger in Thermopapier wie den Kassenbons verwendet, es reagiert bei Hitze mit anderen Bestandteilen des Papiers, so dass sich die für uns sichtbare Schrift entwickeln kann. „Kassiererinnen und Verbraucher kommen in Kontakt mit der Chemikalie“, warnt Manfred Krautter von Eco-Aid, einem auf Produktsicherheit spezialisierten Unternehmen. Außerdem sei eine Belastung der Innenraumluft denkbar, weil in Supermärkten und Discountern viele Kassenzettel ausgedruckt werden.

Allein in den EU-Ländern werden jährlich etwa 1,2 Millionen Tonnen BPA verarbeitet. Die Substanz ist Hauptbestandteil des Kunststoffs Polycarbonat, aus dem feste Getränkeflaschen, Mikrowellengeschirr, Schnuller und Babyfläschchen gefertigt werden, man findet sie aber auch in Beschichtungen für Konserven- und Getränkedosen. Normalerweise ist sie relativ stabil, doch Säuren aus Lebensmitteln, aber auch Schweiß und Speichel können sie aus ihrem chemischen Verbund lösen und in den Körper einschleusen. Die Umweltschützer des BUND fanden heraus, dass schon eine Stunde Nuckeln an einem BPA-haltigen Schnuller ausreicht, um zehn Mikrogramm der Substanz auf einen Liter Speichel abzugeben.

BPA wirkt im menschlichen Körper ähnlich wie Östrogen. Jochen Flasbarth vom Umweltbundesamt betont zwar, dass BPA „weniger potent“ sei als das natürliche Hormon, doch seine Wirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit seien bekannt. So wurden bei Männern aus Betrieben, in denen BPA verarbeitet wird, vermehrt Libido- und Erektionsstörungen gefunden.

Quelle: RPOnline

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Eine Antwort zu “CHEMISCH BELASTETE KASSENZETTEL IN DEN SUPERMÄRKTEN SIND EINE GEFAHR FÜR DIE GESUNDHEIT

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