GRIECHENLAND VERSINKT WEITER IN DEPRESSION

Die Depression in Griechenland treibt die Arbeitslosigkeit im Lande beständig höher. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung steigt mit dem verabschiedeten Sparprogramm der Regierung fast täglich und belastet die wirtschaftliche Entwicklung des EU-Staates.

Der BIP Griechenlands schrumpfte im 2. Quartal 2010 gegenüber der Vorjahresperiode um 3,5 %. Besonders hart trifft es den Einzelhandel; die offizielle Arbeitslosenquote stieg damit auf 12 %. Die Zukunftsprognosen hängen gänzlich davon ab, wie schlimm sich die Arbeitslosigkeit in der nächsten Zeit noch entwickeln wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass die nationale Arbeitslosenquote im Jahr 2012 die Marke von 14,8% erreichen wird. Manche Arbeitsmarktexperten fürchteten jedoch, dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein Fünftel der Griechen ohne Arbeitsplatz dasteht.

Eine große Sorge ist, dass das sehr baldige Ende der Tourismussaison, welche immerhin eine der grössten Einnahmequellen der griechischen Wirtschaft darstellt, weitere Probleme mit sich bringt und es nicht schafft, die finanzielle Solvenz wieder zu beleben. Man müsse also davon ausgehen, dass die reale Arbeitslosigkeit gegen Ende Jahr die Marke von 1 Million Personen übersteigen werde, was einer Quote von satten 20% gleichkomme.

Zwar war gem. der Gewerkschaft GSEE die Regierung bereits zu einem frühen Zeitpunkt davor gewarnt worden, dass die gesteckten politischen Ziele falsch seien und diese zum jetzigen Resultat führen würden. Das Fehlen von Arbeitsplätzen unterstreicht die vorherige Annahme zu Griechenlands schwieriger ökonomischer Erholung, ausgehend von dem Beinahebankrott des Landes im Mai dieses Jahres.

Im Hinblick auf die bestehenden ökonomischen Divergenzen innerhalb des 16-Länder-Blocks ist die Zinsdifferenz zwischen Griechenland und Deutschland niemals größer gewesen als heute. Während es momentan keine klaren Indikationen für weitere gewalttätige Ausschreitungen in Griechenland gibt, ist die Angst in der Bevölkerung fühlbar. Die Verbraucher halten sich mit potentiellen Käufen stark zurück. Die Krise am Arbeitsmarkt ist besonders stark in Nordgriechenland präsent, wo die Regionen Mazedonien und Thrakien schon jetzt unter einer offiziellen Arbeitslosenquote von fast 16% leiden. Und da die Tourismussaison ihrem Ende entgegen blickt, wird erwartet, dass den ionischen und ägäischen Inseln schon bald ein ganz ähnliches Schicksal droht.

Die Arbeitsplatzverluste treffen nahezu alle Altersgruppen und soziale Schichten der Bevölkerung, jedoch trifft es vor allem Jugendliche, die frisch von der Schule kommen, sowie junge Menschen im Dienstleistungs- und Zeitarbeitssektor; in dieser Gruppe sind ungefähr ein Drittel ohne Aussicht auf Arbeit. Der Premierminister Papandreou hat sich mit anderen hochrangigen Offiziellen der Regierung getroffen, um Lösungen nach potentiellen Steuereinnahmen zu suchen.

Die Steuereinnahmen liegen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits um €700 Millionen unterhalb der Regierungsprognose, wie offiziell bekanntgegeben wurde.

Quelle: wirtschaftsfacts.de

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